Wirtschaftsentwicklung

Beinahe alle Institutionen zielen auf eine immer höhere Projektqualität ab, sodass der Wettbewerb um finanzielle Mittel härter und schärfer wird. Um an EU-Programmen erfolgreich teilnehmen zu können, besteht durch die gesetzliche Funktion der Wirtschaftsentwicklung die Aufgabe des KWF auch darin, in Entwicklungsprojekte zu investieren und Markt-, Forschungs- und Bildungsakteure zur Zusammenarbeit zu gewinnen.

Mit Vorleistungen in Entwicklungsprojekte soll daher gewährleistet werden, dass Kärnten die Themenführerschaft in bestimmten technologischen Nischen übernimmt, Themen wie Ökologie und Demographie proaktiv eingebunden werden und das unternehmensbezogene Projektportfolio aller Branchen des KWF langfristige Wirkungen aufweist.

Derzeit wird ziemlich einseitig das Konkurrenzmodell, also der Wettbewerb betont. Doch um Erfolg zu haben, wird beides benötigt: Kooperation und Konkurrenz. Denn gerade bei riskanten Forschungsprojekten kooperieren auch Konzerne, die auf anderen Geschäftsfeldern in einem scharfen Wettbewerb stehen, vor allem, um ihre Risiken aufzuteilen. In Managementlehrbüchern heißt es: Man soll in der Wirtschaft nicht nur die Konkurrenten beobachten, sondern auch die Komplementäranbieter.  Anzumerken ist, dass für die erfolgreiche Bewältigung komplexer Probleme – und von denen gibt es in Kärnten genug – Vertrauen erforderlich ist.

Es geht bei Kooperationen um das Einrichten von Zusammenarbeit. Die Entwicklung von neuen Angebotskettengliedern unter Kooperationsbedingungen kann die Risiken und ihre dazugehörenden Kosten teilen, und sie kann gemeinsames Lernen in einer sich schnell verändernden wirtschaftlichen Umwelt ermöglichen. Es geht bei der Einrichtung von Kooperationen als Ergänzung zu eigentumsbasierten (unternehmerischen) Entscheidungen aber vor allem um den gemeinsamen Erfolg. Die Grundbedingung ist, ein Win-win-Ergebnis vorzudefinieren, welches unter den Bedingungen eines vereinbarten Nebeneinanders von Konkurrenz und Kooperation erreicht werden soll. Dabei können Moderation und Prozessbegleitung unterstützen. Sowohl die Ziele einer Kooperation als auch das Miteinander lassen neues Sozialkapital in Kooperationen entstehen. Das ist enorm wichtig, damit keine isolierten »Parallelwelten«, wie sie sich oft in Projektgruppen herausbilden, entstehen. Zu den Bedingungen gelingender Kooperationen gehört auch, dass die Träger der Kooperation, das sind meistens die Eigentümerinnen und Eigentümer aus den beteiligten Unternehmen, als Personen so unbestritten sind, dass sie im Rahmen der Kooperation nicht auf enge Vereinbarungen angewiesen sind. Die Kooperation wird also wesentlich von den stabilen Beziehungen zwischen Personen genährt und orientiert sich mehr an den Einzelpersonen und an deren Integrität.

Themen der Wirtschaftsentwicklung

Die Wirtschaftsentwicklung befasst sich mit der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Wie können sich diese Unternehmen so richtig gut aufstellen, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, Wettbewerbsvorteile zu generieren, Innovationen voranzutreiben, zu internationalisieren, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen, auf zukünftige und absehbare Trends zu reagieren.

Die Bandbreite reicht dabei von großen Unternehmen, die sich ihre eigenen Zulieferer aus der Region entwickeln (und nicht für spezielle Aufgaben von weit her holen müssen – Kosten), über kleine und mittlere Unternehmen, die sich z. B. international ausrichten und den Export steigern wollen, bis hin zu Unternehmensgründungen | Start-ups, die teils hochinnovativ und stark technologieorientiert agieren und hier ein diese Themen unterstützendes Netzwerk benötigen.

Der Fokus in der Wirtschaftsentwicklung liegt sehr stark auf Kooperation, wir sprechen hier auch von überbetrieblichen Maßnahmen, in Form von Förderungsinstrumentarien, Lerngruppen, Begleitprozessen, Milieubildung, Evaluierung, wenn also nicht nur ein einzelnes Unternehmen von einer Maßnahme profitiert, sondern diese auch für andere Unternehmen (gleicher oder unterschiedlicher Branchen) zugänglich sind. Vorausgesetzt, sie wollen ebenfalls kooperieren.

Der KWF bietet verschiedene Projektarchitekturen an, dabei spielt der Blick auf das Machbare eine zentrale Rolle. Abgestimmt auf die Ziele der Agierenden berücksichtigen die Architekturen inhaltliche und rechtliche Rahmenbedingungen. Gepaart mit ergänzenden, bedarfsorientierten und einzelbetrieblichen Maßnahmen ergibt das ein starkes Instrument, das Unternehmen in ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen kann.

Bisherige Projekte der Wirtschaftsentwicklung

themen der Wirtschaftsentwicklung in kärnten - kwf

Aktuelle Maßnahmen und Angebote

»Arbeit der Zukunft« – Wie kann ich ein guter Arbeitgeber als Unternehmen sein, um Talente anzuziehen, um auf die Anforderungen der jungen Generation ausgerichtet zu sein und um auf die Anforderungen reagieren zu können, die durch die Digitalisierung Einzug halten?Man sagt, dass ca. 50% der Jobs in den nächsten 5-10 Jahren wegfallen werden. Was bedeutet das für Unternehmen, für eine Region?

»Übergabe | Übernahme von Unternehmen« – Aktuell stehen sehr viele Übergaben an. Was bedeutet das aber für den Übernehmer, übernimmt er auch Schulden, wie ist sein Gestaltungsspielraum? .

»Aufbau des Start-up Alpe Adria Hubs bzw. des damit eingebundenen StartNet Carinthia«  – Es soll zu einer Bündelung von Stärken kommen, die in Slowenien, Kärnten, Steiermark, Tirol und Oberitalien vorhanden sind. Hier gibt es ganz konkrete Projekte die auch finanzielle Ressourcen vorsehen zu entwickeln, die Spielwiese ist sehr groß. Es geht dabei beispielsweise um den Aufbau von Mentorennetzwerken gemeinsam mit dem Vorhandenen, die Marktzugänge für Start-ups ermöglichen. Es geht aber auch um die Bündelung von Ressourcen wie Infrastruktur z.B. in Unternehmen und Forschungseinrichtungen und den Zugriff auf diese, oder den Zugriff auf Venture Capital.

»Entwicklung der Zulieferindustrie in Kärnten« – Dabei beginnen wir Unternehmen als Zulieferer zu qualifizieren damit diese in die Wertschöpfungsketten von Kunden eindringen können. Regionale Leitbetriebe sind dazu angehalten ihre eigenen Zuliefernetzwerke weiterzuentwickeln, auch hinsichtlich zukünftiger Trends wie der Digitalisierung. Es ist aber auch ein Ziel, die Leistungen der Unternehmen in Kärnten sichtbar zu machen.

Neben diesen operativen Themen, indem wir selbst Projektpartner und Treiber sind, ist auch das Thema »grenzüberschreitende Entwicklungsprojekte initiieren« ausgesprochen stark positioniert. Dabei wird der Bedarf auf Basis der regionalen Stärken erkannt. Die richtigen Akteure werden zu kooperativen Projekten zusammengeschalten.

Wichtig ist uns, die Themen qualitätsvoll im Sinne unserer Kunden umzusetzen.

Beiträge zur Wirtschaftsentwicklung

20. Oktober 2017

TourIK – Tourismus und Integration in Kärnten

Projekt „Vor-Lehre“ für junge Asylwerber startet mit einem kooperativen Fördermodell, um dem Fachkräftemangel im Kärntner Tourismus entgegen zu wirken
13. September 2017

KWF-Lieferanten­entwicklungs­programm »Vernetzung & Kooperation« Vorschau »Digitalisierung«

Ab 1. September 2017 startet das KWF-Lieferantenentwicklungsprogramm mit dem Themenschwerpunkt »Digitalisierung«.
31. Juli 2017
entwicklung zulieferindustrie kärnten vom kwf

KWF-Strategie zur »Entwicklung der Zulieferindustrie in Kärnten«

Die KMU in Kärnten sollen sich als potenzielle Zulieferer qualifizieren und sich mit Leitbetrieben zu Zuliefernetzwerken weiterentwickeln.
5. Juli 2017

Zentrale Plattform für Gründungen

Zur Verwirklichung einer attraktiven Gründungskultur setzt Kärnten auf den modernen Ansatz der gemeinschaftlichen Entwicklung eines »Entrepreneurial Eco-Systems«.
7. Februar 2017
abschlussveranstaltung kwf reinraumtechnik clean production

Abschlussveranstaltung zum Programm »Reinraumtechnik – Clean Production«

Das KWF-Lieferantenentwicklungsprogramm mit dem Schwerpunkt »Reinraumtechnik – Clean Production« startete am 01. April 2016 mit 12 teilnehmenden Unternehmen.